Hundeerziehung / Hundeausbildung

Die beste Hundeerziehung und Hundeausbildung wird nichts nützen, wenn Sie Ihren Hund nicht artgerecht halten. Kein Hund kann seine angeborenen Verhaltensmuster und Bedürfnisse auf Dauer unterdrücken.

SOZIALISATION

Bei Hunden beginnt die Phase der Sozialisierung mit circa drei Wochen und endet mit fünf Monaten, wobei die Zeit von der vierten bis zur achten Woche die wichtigste ist. Verstreicht diese Periode ungenutzt, treten später schwere Verhaltensstörungen auf. Das ganze Ausmaß der Schädigung kommt erst sehr spät zum Vorschein. Ein Hund kann bereits im Alter von acht Monaten durch falsche Aufzucht so schwer geschädigt sein, dass man die Mängel, auch durch beste Erziehung und Haltung, nie ganz beheben kann. Grund dafür ist das Phänomen der Prägung.

DOMINANZ

Das Thema Dominanz wird vielfach missverstanden: Es ist zwar richtig, dass die Rangordnung zu ihren Gunsten geklärt sein sollte, sie ist aber kein Allheilmittel für sämtliche Erziehungsprobleme. Dominanz führt auch nicht automatisch dahin, dass ihr Hund alle Hörzeichen oder Sichtzeichen befolgt.

Dominanz dient lediglich dazu, dass sie als Rudelführer ihnen zustehende Vorrechte wahrnehmen können, somit von ihrem Hund respektiert werden und er sich weder Übergriffe noch Frechheiten heraus nimmt.

Um dominant zu sein, muss der Hund weder gewaltsam unterworfen noch angeschrieen werden. Ihm müssen nur Regeln aufgezeigt werden, die eine Rangordnung klarstellen.

Jegliche Aktivitäten sollten deshalb von Ihnen bestimmt werden, denn die Rangordnung wird nicht über körperliche Auseinandersetzungen klargestellt, sondern über viele kleine Gesten im täglichen Zusammenleben.

VERTRAUEN

Vieles, was auf den ersten Blick wie ein Dominanzproblem wirkt, ist in Wirklichkeit eine Folge mangelnden Vertrauens. Damit Ihr Hund Vertrauen zu Ihnen und zu Menschen überhaupt haben kann, muss er als erstes gut sozialisiert sein.

Zum Leben gehören auch ein gewisser Stress und einige unangenehme Erfahrungen. Damit umzugehen, muss der Hund ebenso lernen, wie Ängste zu überwinden und sich in fremden Situationen zurechtzufinden.

Der Hund braucht jemanden der ihm die Ruhe und den Rückhalt gibt, die er in solchen Momenten benötigt.